In diesem kurzen Beitrag wird das „Making-Of“ einer Skulptur aus Bronze beschrieben.

Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, ist im Freien besonders widerstandsfähig. Nach einiger Zeit bildet sich auf der Oberfläche des Kunstwerks eine Patina, welche die Figur je nach Sonneneinstrahlung unterschiedlich erscheinen lässt.

Skulpturen aus Bronze werden in einem aufwendigen Gussverfahren hergestellt. Am Beginn steht ein Urmodell, aus zum Beispiel Holz, Ton oder Wachs, welches in Silikon abgegossen wird und somit als negativ Form für die Skulptur dient. Aus dieser Form wird anschließend ein Wachsmodell erstellt, das der Originalskulptur entspricht. Dieses positiv Modell wird in Formsand eingelegt, somit entsteht in nächsten Schritt eine Form. Wird das Wachsmodell nämlich heraus geschmolzen, entsteht ein Hohlraum im Formsand, der nun als endgültige Form für die Bronze dient. Schlussendlich kann die heiße glühende Bronze in diese Form gegossen werden. Nach Abkühlen des Metalls wird die Sandform zerbrochen und die Skulptur ist vollendet.

Alles beginnt mit dem Urmodell des Künstlers.

Dieses Modell wird in mehreren Schritten abgegossen um eine Gussform zu erstellen.

Hat Josef Wehrle die richtige Position für eine Figur gefunden, so muss diese in Originalgröße aufgebaut werden. Hierfür ist es teilweise notwendig aufwendige Unterkonstruktionen aus Holz und Draht in seiner Werkstatt aufbauen. So bleibt das Urmodell aus Ton oder Wachs während seiner Entstehung stabil und ist beim anschließenden Transport in die Gießerei geschützt. Sehr große Figuren werden in mehreren Schritten und mehreren Formteilen gegossen und später zu einem großen Ganzen zusammengefügt.

Fertiges Wachsmodell zur Erstellung der Sandgussform.

Original Holzfigur und zwei weitere Abgüsse aus Bronze.

Fotos: Familie Wehrle

Skulpturen aus Bronze

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